Einspeisevergütung 2025: Aktuelle Sätze & was sich lohnt
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2025? Aktuelle Sätze für Photovoltaik, Balkonkraftwerk und Direktvermarktung – und wann lohnt sich Eigenverbrauch mehr.
Du erzeugst Strom, den du nicht selbst verbrauchst – und bekommst dafür Geld vom Netzbetreiber. So einfach ist das Prinzip. Was du 2025 wirklich bekommst, und ob sich das noch lohnt, schauen wir uns jetzt an.
Einspeisevergütung 2025: Aktuelle Sätze
Die Vergütungssätze werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) festgelegt und alle 6 Monate angepasst. Stand 2025:
| Anlagengröße | Vergütung pro kWh (Volleinspeisung) | Vergütung (Teileinspeisung) |
|---|---|---|
| Bis 10 kWp | 12,73 ct | 10,11 ct |
| 10 – 40 kWp | 9,87 ct | 8,11 ct |
| 40 – 100 kWp | 7,90 ct | 6,11 ct |
Quelle: Bundesnetzagentur – Photovoltaik Vergütungssätze 2025
Was bedeutet das konkret? Eine typische 10 kWp-Anlage auf einem Einfamilienhaus erzeugt ca. 9.000 – 10.000 kWh im Jahr. Bei Volleinspeisung: rund 1.145 – 1.273 € im Jahr.
Volleinspeisung oder Eigenverbrauch – was lohnt sich mehr?
Das ist die entscheidende Frage. Und die Antwort hat sich in den letzten Jahren verschoben.
Früher: Einspeisevergütung war hoch genug, dass Volleinspeisung attraktiv war.
Heute: Strom selbst verbrauchen ist meistens sinnvoller – weil der Strompreis (~30 ct/kWh) höher ist als die Vergütung (~12 ct/kWh). Jede kWh, die du selbst nutzt statt einzuspeisen, spart dir mehr als du durch Einspeisung verdienen würdest.
Faustregel: Eigenverbrauch maximieren, Rest einspeisen.
Photovoltaik Förderung 2025: Was gibt’s noch?
Neben der Einspeisevergütung gibt es weitere Förderungen:
- KfW 270 – Kredit bis 150 Mio. € für erneuerbare Energien, günstige Zinsen
- Steuerbefreiung – Einnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp sind seit 2023 einkommenssteuerfrei
- Mehrwertsteuer 0 % – Kauf und Installation von PV-Anlagen bis 30 kWp seit 2023 mehrwertsteuerfrei
Mehr zur Förderung: KfW – Erneuerbare Energien | BMWK – Photovoltaik
Balkonkraftwerk: Lohnt sich das?
Ein Balkonkraftwerk (Mini-PV, Stecker-Solar) ist die günstigste Einstiegsmöglichkeit:
- Kosten: 300 – 800 € für ein komplettes Set (600 – 800 Watt)
- Jährliche Ersparnis: 100 – 200 € (je nach Ausrichtung und Eigenverbrauch)
- Amortisierung: 3 – 5 Jahre
- Einspeisung: Seit 2024 auch offiziell erlaubt und vereinfacht anmeldepflichtig
Balkonkraftwerke müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden – das geht seit 2024 über das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur in wenigen Minuten online.
Photovoltaik: Lohnt es sich 2025 noch?
Ja – aber anders als früher. Die hohe Einspeisevergütung der 2010er Jahre gibt es nicht mehr. Was sich lohnt ist:
- Eigenverbrauch maximieren – besonders mit Wärmepumpe oder E-Auto
- Speicher dazu – erhöht Eigenverbrauchsquote auf 70–80 %
- Langfristig denken – Anlage läuft 25+ Jahre, Strompreise werden nicht sinken
Eine 10 kWp-Anlage kostet heute (nach 0 % MwSt.) ca. 12.000 – 18.000 € inkl. Installation. Mit einem Speicher ca. 18.000 – 28.000 €.
Fazit
Die Einspeisevergütung 2025 ist kein Selbstläufer mehr – aber Photovoltaik lohnt sich trotzdem, wenn man die Rechnung richtig aufmacht. Eigenverbrauch schlägt Einspeisung, ein Speicher macht die Anlage effizienter, und die Steuerbefreiung seit 2023 macht das Ganze noch attraktiver. Wer jetzt kauft, profitiert von gesunkenen Modulpreisen und 0 % Mehrwertsteuer.